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"Was die Welt im Innersten zusammenhält!

"Vergiss nie, dass alles ein Ganzes ist. Vergiss die Sprache der Zeichen nicht. Und vor allem vergiss nicht, deinen persönlichen Lebensweg zu Ende zu gehen." aus "Der Alchimist" von P. Coelho

 

Ich lese gerade einen genialen Aufsatz über den Versuch des Bösen. Darin wird philosophisch nach der möglichen Ursache für das Böse gesucht. Aus dem selben Bemühen heraus, wie ich es schon des Öfteren anklingen lies, sich erklären zu wollen, warum abgrundtief Böses, Gutes zur Folge haben kann oder warum gut Gemeintes Böses hervorrufen kann. Ich bin noch nicht ganz mit dem Lesen durch, aber es hat bei mir selbst einige Gedanken freigesetzt, die ich gerne in Worte fassen möchte, solange sie greifbar sind.

Ich plädiere weiterhin auf das Wesen des Menschen in seiner Vollkommenheit. Denn ich gehe gern an die Wurzel heran. Ich werd mit dem Denken nicht mehr fertig, wenn ich versuche zu erörtern, was ihrer selbst entfremdete Menschen antreibt. Ich glaube aus dieser Spirale kommen wir nicht mehr hinaus!

Mit jeder neuen Generation und all den neuen Problemen unserer Zeit denke ich persönlich, dass die einzige Chance des Menschen darin besteht immer wieder zu seinem inneren Ursprung zurückzukehren. Solange die Rückbesinnung auf den eigenen Ursprung, auf die eigene reine Wesenheit und das Selbst mutig und realitätsbezogen stattfindet, kann daraus kein Rückschritt, sondern einzig und allein Fortschritt entstehen! Und mit mutig meine ich hier die Überwindung der Angst vor Neuem, Andersartigkeit und Veränderung! Den Leben ist immer im Fluss! Stagnation und Stillstand bringt den Tot! Festgefahrene Systeme, Traditionen, Fanatismus und Konservatismus, kurz Kontrolle über Jemand anderen als dich selbst schafft unkontrollierbare Auswirkungen!

Ursprung: Körper, Seele und Geist! Für mich wird alles, was ist im Wesen durch diese drei Anteile belebt. Und ich spreche nicht nur von dem, was wir als Lebewesen bezeichnen, sondern auch von Steinen, Gewässern und dem Wind! Kurz um ich glaube an Naturgeister! Das, was im Christentum als der Heilige Geist gilt, der allem innewohnt. Warum hat ein anderes Land einen anderen Charakter? Nicht nur weil es dort anders aussieht! Ich glaube an die Wechselwirkung von Allem.

Und vor allem glaube ich an ein Wir! 

Das Hervorkommen des Weltbildes, bestehend aus allem und jedem. Emergenz, wie ich gerade gelernt habe!

Doch wie soll sich ein klares und harmonisches Bild zusammenfügen, wenn die einzelnen Pigmente auf Wanderschaft gehen und den Platz verlassen, der ihnen im Tiefsten Innern zugedacht ist. Der große Mahler hatte ursprünglich ein Wundervolles Gemälde mit unendlicher Liebe erschaffen. Mit hellen und dunklen Farben. Und ich weiß, dass es etwas viel wird wenn ich jetzt noch folgende Querverweise andeuten möchte: Farben sind gebrochenes Licht. Das Licht der Welt. Die Geburt des Lichtes an Weihnachten. Der Regenbogen. Der Bund Gottes mit den Menschen. Chakren, Energien, ect, ect.! Alles ist da. Teile eines großen Ganzen. 

Fakt ist, wie es ja auch in dem besagten Aufsatz erwähnt ist, dass eine Gruppe, ein Volk, eine Nation oder eine Union ihr eigenes Wesen, entstehend aus dem Kollektiv jedes Einzelnen, hat.

Besinnen wir uns auf uns selbst und gestehen jedem Land, jeder Kultur und jeder Nation das Ihre zu ohne Angst vor Berührungen zu haben, denn nur im Wir, im  Miteinander findet jeder Einzelne von uns den Sinn seines eigenen Lebens. Unverwechselbar, echt, individuell, aber nicht egoistisch.

Wir rutschen von einem Extrem ins Andere. Andersartigkeit ist noch immer auf vielen Ländern dieser Erde ein Grund zum Ausschluss, zu Verfolgung und zur Unterdrückung! Doch lebt ein lebendiges Bild nunmal vom Kontrast und so Mancher von uns ist dazu berufen neben Jemandem zu stehen, der vollkommen anders ist als er selbst, während ein Anderer nur neben Jemandem sein kann, der ihm sehr ähnlich ist. Und wiederum ein Anderer steht allein und fügt sich als solcher dennoch vollkommen ins Bild ein.

Es muss kein großes Mysterium sein, was uns zusammenhalten kann, wenn wir uns selbst kennen und somit unseren Platz! Und gehen wir Beziehung ein mit dem wer oder was uns auf unserem persönlichen Lebensweg begegnet! Blicken wir unserem Nächsten in die Augen sobald wir mit ihm sprechen! Beziehung ist alles und alles steht in Beziehung. Ich denke da gerne an die Menschen-Lichterketten, die es zu einigen Zeiten oft gegeben hat. Eine schöne Symbolik! Ein wirksames Zeichen gegen Dunkelheit! Jeder kann nur in Beziehung mit seinem Nächsten treten und diesem in die Augen blicken. Ich weiß, es ist leicht gesprochen, weil wir hier nunmal augenscheinlich auf der Schokoladenseite unserer Welt geboren wurden. Aber wenn wir uns fragen, warum Böses entstehen kann, wenn wir Gutes im Sinn haben, stehen wir wieder bei dem Problem, dass eine Kontrolle über Jemand anderen als sich selbst unkontrollierbare Auswirkungen hat! Und selbst eine mit den besten Absichten begonnene Mission mag ungeahnte Folgen entwickeln. Immer dann wenn wir uns wo anders einmischen!

Die Farbtupfer auf dem Gemälde unserer Welt sind definitiv vermischt und geben von Zeit zu Zeit ein chaotisches Bild ab! Wir selbst entscheiden wo wir stehen und auch die weiteste Reise führt uns schlussendlich dahin zurück wo alles begann, wenn wir unserem Herzen folgen und unseren persönlichen Lebensweg zu Ende gehen!

Wenn der Farbtupfer wieder zurück an seinen ursprünglichen Ort zurückkehrt kann sich das Bild auch wieder klären.

Mit einem einzigen Unterschied zu zuvor! Die Farbe hat an Leuchtkraft gewonnen und das ganze Bild strahlt von Zeit zu Zeit immer mehr Licht aus!

Denn die Herzen sind um die Summe ihrer eigenen Erfahrungen reicher!

Die Zeit kehrt deshalb wieder und wir dürfen uns dem Fluss des Lebens anvertrauen, denn die Liebe lässt frei ist immer noch die Größte Macht auf Erden! 

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